Hintergrund der Plattform Woher RiskSentinel kommt

Aus der Sanierungspraxis. Für den Mittelstand.

RiskSentinel ist aus der täglichen Arbeit an Sanierungsgutachten, Working-Capital-Optimierungen und Lieferketten-Analysen bei OEM-Zulieferern entstanden. Der Anspruch der Plattform: das, was Geschäftsführung und Aufsichtsrat an belastbarem Lagebild wirklich brauchen, liefern — nicht in Wochen, sondern in Tagen; und nicht für fünfstellige Beratungshonorare, sondern zum festen Einmalpreis.

Die Signale waren da. Nur hat sie niemand zusammengetragen.

In Sanierungs- und Restrukturierungs-Mandaten zeigt sich immer wieder dasselbe Muster: Die kritischen Signale waren lange vor der Krise erkennbar. Ein Liquiditätsengpass hat eine Vorlaufzeit von Monaten, nicht von Tagen. Ein Lieferanten-Klumpenrisiko ist in der Kreditorenstruktur sichtbar, sobald man sie systematisch nebeneinanderlegt. Eine Umsatzkonzentration auf einen OEM-Großkunden ist offensichtlich, wenn die Zahlen und die Gespräche der Vertriebsleitung zusammenkommen. Und vertrauliche Gespräche mit Führungskräften der zweiten Ebene bringen regelmäßig ans Licht, was in offiziellen Quartalsberichten fehlt.

Das Problem ist nicht der Mangel an Information. Das Problem ist die Zusammenführung.

Drei Abteilungsleiter, zehn Bilanzpositionen, fünfzig Lieferanten und ein Kontoauszug müssen zu einer einzigen belastbaren Aussage verdichtet werden — dokumentiert, prüffest und bevor die Krise eintritt. Im klassischen Modell dauert das sechs bis acht Wochen, kostet einen fünfstelligen Betrag und liefert am Ende ein Gutachten, das in dem Moment schon wieder Tage alt ist.

Genau an dieser Stelle setzt die Plattform an: Automatisierte Bilanz- und Kontoauszugs-Analyse nach HGB-Gliederung, kombiniert mit vertraulichen KI-Interviews der Schlüsselpersonen, zusammengeführt zu einem Lagebild nach IDW-Methodik. Die Werkzeuge sind dieselben, die Wirtschaftsprüfer und Sanierungsberater einsetzen — in einer Form, die der Mittelstand ohne eigene Compliance-Abteilung einsetzen kann.

Methodische Grundlagen.

Die Plattform arbeitet nicht auf Basis eines eigenen, propritären Scorings. Sie setzt auf die Standards, an denen sich Wirtschaftsprüfer, Sanierungsberater und Insolvenzverwalter in Deutschland ohnehin orientieren. Das hat einen praktischen Vorteil: Jeder Output der Plattform lässt sich 1:1 in die Prüfungs- und Gutachter-Welt übersetzen.

Standard

IDW PS 340

Risikofrüherkennung

Prüfungsstandard des Instituts der Wirtschaftsprüfer für Risikofrüherkennungs­systeme nach § 91 Abs. 2 AktG. Die Systematik aus Risiko-Identifikation, -Bewertung und -Steuerung ist identisch mit dem Raster, nach dem der Wirtschaftsprüfer das System später ohnehin prüft.

Standard

IDW S 6 & S 11

Sanierung & Insolvenzreife

Standards für Sanierungskonzepte (S 6) und für die Beurteilung von Insolvenz­eröffnungsgründen (S 11). Das Rating RS-1 bis RS-D folgt der Krisenstadien-Logik dieser Standards — von „tragfähig“ bis „akut gefährdet“.

Gesetz

HGB §§ 266 / 275

Bilanz- & GuV-Gliederung

Gesetzlich vorgeschriebene Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Die automatisierte Klassifikation arbeitet direkt auf dieser Struktur — jede Position lässt sich zur Quelle zurückverfolgen, und der Output ist prüferkonform aufbereitet.

Pflicht

StaRUG & LkSG

Pflichten nach 2021

Seit StaRUG § 1 (2021) ist systematische Risikofrüherkennung Pflicht für jede GmbH- und AG-Geschäftsführung. Das Lieferketten­sorgfaltspflichtengesetz erweitert die Pflicht auf Lieferanten-Klumpen und mittelbar Betroffene. Die Dokumentation der Plattform ist für beide Nachweispflichten geeignet.

30 Minuten Demo genügen.

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